Bricco Ernesto

Herkunftsland

Italien

Region

Piemont

Über das Weingut

Etwas außerhalb der Kernzone des Roeros, näher am Tanaro gelegen und nicht zuletzt durch das Restaurant Il Centro bekannte Örtchen Priocca, liegt der Bricco Ernesto. Renato Vezza, ursprünglich Koch und Sommelier, war lange in der Welt unterwegs – unter anderem in Kanada und Australien, wo er auch eigene Restaurants betrieb – bevor ihn sein Vater vor die Entscheidung stellte, den Bricco zu übernehmen oder zu verkaufen. Schnell entschlossen kehrte er 2015 gemeinsam mit seiner Partnerin in seine Heimat zurück. Ganz abgelegen vom Ortskern und ehrlicherweise nicht leicht zu finden, liegt das kleine Weingut direkt am Fuße des Bricco Ernesto in der sanft-hügeligen Landschaft des Roero. Eine fast unwirkliche Ruhe prägt diesen Ort – etwas, das sich für uns unmittelbar auch in Renatos Weinen widerspiegelt, noch bevor wir den Ursprung kannten. Geologisch ist die Gegend um Priocca stark von Sand geprägt, der hier deutlich feinkörniger ist und von Anteilen aus Lehm und Kalk ergänzt wird. Als Hommage an seinen Großvater Ernesto nimmt Renato seine Weine aus der Appellation heraus, obwohl der Hügel eigentlich innerhalb der Roero-Grenzen liegt. Lediglich die älteste, von seinem Großvater gepflanzte Parzelle baut er separat aus und füllt sie – je nach Jahrgang – auch einzeln als Roero 110 ab. Die Grundlage für die biologische Bewirtschaftung legte bereits sein Großvater Anfang der 1990er Jahre. Seither wird konsequent organisch und biodynamisch gearbeitet – mit eigenem Kompost und minimaler Bodenbearbeitung. Der Bianco stammt aus einer jüngeren Arneis-Parzelle auf der Nordseite des Hügels, die deutlich kühler und weniger exponiert ist. Renato hat sich lange mit der Sorte beschäftigt und gerade in den ersten Jahren viel experimentiert, um ihren für ihn stimmigsten Ausdruck zu finden. Rund fünf Tage Maischestandzeit mit einsetzender Gärung, der Ausbau zu gleichen Teilen in Tava-Amphoren und großen Holzfässern sowie neun Monate auf der Vollhefe prägen den Wein. Die Nebbioli werden alle im Beton vergoren, über rund 30 Tage, mit wenig Sauerstoffeinfluss und dem Fokus auf eine lange, schonende Extraktion. Anschließend reifen die Weine für etwa ein Jahr in einer Kombination aus Beton und großen Holzfässern, um den Einfluss der Gebinde bewusst gering zu halten. Beide Weine tragen ihre Herkunft klar in sich: tiefgründig, in sich ruhend, duftig und fein verwoben. Ein Ausdruck, der einen bereits mit dem ersten Eindruck im Glas mitnimmt.

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