2024

Bricco Ernesto Vino Bianco

54,00 €

Auf Lager

inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten • 0,75 l • 72,00 €/l • 12041-24

Weinbeschreibung

Kein Arneis, wie man ihn sonst kennt. Renato suchte über Jahre nach einem Weg, diese tückische Rebsorte – und vor allem ihre Herkunft – präzise herauszuarbeiten. Durch eine leichte Standzeit mit Angärung von 4–5 Tagen extrahiert er die Seele des Weins auch aus der Schale. Dennoch wird der Wein keinesfalls orange, sondern bleibt ein klarer Ausdruck seiner Herkunft. Weißer Tee, Aprikose, Salbei, dazu ein Hauch von Meer(-alge). Am Gaumen eine stringente Säure, etwas Honig und viel Salzigkeit. Sehr tief und fließend, mit minimalem Grip durch feines Tannin. Auf der Suche nach den großen Weißweinen Italiens, kommt man an dem Wein nicht vorbei!
Weingut
Land
Region
Alkohol
13,0 % vol
Volumen
0,75 l
Lieferzeit
2-3 Tage
Bodenart
Sandstein, Schluff mit etwas Lehm
Rebsorte(n)
Arneis
Vinifikation
Amphore und großes Holzfass
Weinart
Weißwein
Jahrgang
2024

Erzeuger: Bricco Ernesto

Herkunftsland

Italien

Region

Piemont

Über das Weingut

Der Bricco Ernesto liegt etwas außerhalb der Kernzone des Roero, näher am Tanaro bei Priocca – einem Ort, der nicht zuletzt durch das Restaurant Il Centro bekannt geworden ist. Renato Vezza, ursprünglich Koch und Sommelier, war viele Jahre in der Welt unterwegs, unter anderem in Kanada und Australien, wo er auch eigene Restaurants führte, bevor ihn sein Vater vor die Entscheidung stellte: den Bricco übernehmen oder verkaufen. Gemeinsam mit seiner Partnerin kehrte er deshalb 2015 in seine Heimat zurück. Etwas abgelegen vom Ortskern und nicht ganz leicht zu finden, liegt das kleine Weingut direkt am Fuße des Bricco Ernesto, eingebettet in die sanften Hügel des Roero. Eine fast unwirkliche Ruhe prägt diesen Ort – etwas, das sich für uns sofort auch in Renatos Weinen widerspiegelte, noch bevor wir ihren Ursprung kannten. Die Böden rund um Priocca sind stark von Sand geprägt, allerdings deutlich feinkörniger als in anderen Teilen des Roero und ergänzt durch Anteile von Lehm und Kalk. Aus Verbundenheit zu seinem Großvater Ernesto nimmt Renato seine Weine bewusst aus der Appellation heraus, obwohl der Hügel innerhalb der Roero-Grenzen liegt. Nur die älteste, noch von seinem Großvater gepflanzte Parzelle baut er separat aus und füllt sie – je nach Jahrgang – auch einzeln als Roero 110 ab. Die Grundlage für die biologische Bewirtschaftung legte bereits sein Großvater Anfang der 1990er Jahre. Seitdem wird konsequent organisch und biodynamisch gearbeitet – mit eigenem Kompost und minimaler Bodenbearbeitung. Der Bianco stammt aus einer jüngeren Arneis-Parzelle auf der Nordseite des Hügels, die deutlich kühler und weniger sonnenexponiert ist. Renato hat sich intensiv mit der Sorte beschäftigt und besonders in den ersten Jahren viel experimentiert, um ihren für ihn stimmigsten Ausdruck zu finden. Rund fünf Tage Maischestandzeit mit einsetzender Gärung, der Ausbau zu gleichen Teilen in Tava-Amphoren und großen Holzfässern sowie neun Monate auf der Vollhefe prägen den Wein. Die Nebbioli werden vollständig im Beton vergoren – über rund 30 Tage, mit wenig Sauerstoffeinfluss und dem Fokus auf eine lange, schonende Extraktion. Anschließend reifen die Weine etwa ein Jahr in Beton und großen Holzfässern, um den Einfluss der Gebinde bewusst gering zu halten. Beide Weine tragen ihre Herkunft klar in sich: tiefgründig, ruhig, duftig und fein verwoben – ein Ausdruck, der bereits mit dem ersten Eindruck im Glas spürbar wird.

enthält Sulfite